Die Verfügung Carl Friedrich Weizsäckers vom 02.12.2001


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Errichtung der Stiftung – ein kurzer Blick zurück

Die Geschichte der Stiftung beginnt ineins und zugleich mit der Gründung, ja mit der Idee zu einer gemeinnützigen Vereinigung, die heute – mit der programmatischen Zeile „Wissen und Verantwortung“ – Carl Friedrich von Weizsäcker-Gesellschaft heißt. Aber diesen Namen trägt die Vereinigung erst seit dem Jahre 2002, mit der Errichtung der Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftung. Die Idee war, eine gemeinnützige Vereinigung zu haben, die – wenngleich unter anderem und mit langfristiger Perspektive – auch die Errichtung einer Stiftung verfolgt.

„Wissen und Verantwortung“ wurde denn auch als „Verein zur Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftung“ ins Leben gerufen. Dieses Ziel kam 2002 zu einem unerwartet raschen Erfolg. Und dieser Erfolg hatte eine seiner Ursachen in der Begegnung von Herrn Udo Keller, Herrn Dr. Bruno Redeker und Herrn Professor Dr. Rolf W. Thiel. Udo Keller war damals im Begriff, eine eigene Stiftung zu errichten, die Udo Keller Stiftung Forum Humanum. Und es zeichnete sich ab, daß Professor Thiel der stellvertretende Vorsitzende sein würde.

Angefangen hatte es mit einem interessierten Anruf von Udo Keller bei Bruno Redeker, dem geschäftsführenden Vorstand von „Wissen und Verantwortung“ – und einer langen Pause. Dann ein erneuter Anruf, ein Treffen in Neversdorf bei Hamburg und ein vierstündiges Gespräch, an dessen Ende Udo Keller eine namhafte Unterstützung der Arbeit von „Wissen und Verantwortung“ zusagte und einhielt.

Später begann Carl Friedrich von Weizsäcker zu überlegen, einer Stiftung, die seinen Namen tragen würde, in umfassender Weise seinen wissenschaftlichen Nachlaß anzuvertrauen - wenn es denn gelänge, im Jahr seines 90. Geburtstags diese Stiftung zu errichten.

Der Wille Carl Friedrich von Weizsäckers fand seine schriftliche Fassung in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit ihm, seinem Sohn Ernst Ulrich von Weizsäcker, Bruno Redeker und Rolf W. Thiel. Diese Zusammenarbeit war u. a. bestimmt durch das Bestreben, den wissenschaftlichen Nachlaß Carl Friedrich von Weizsäckers für die Forschung und Öffentlichkeit zusammenzuhalten und war begleitet von dem Angebot der Udo Keller Stiftung Forum Humanum, die Arbeitsbibliothek in ihrem Hause aufzunehmen und zu betreuen.

Die Stiftungsurkunde hält das besondere Datum fest, an dem Carl Friedrich von Weizsäcker gleichsam im Zuge des „Stiftungsgeschäftes“ der Stiftung seinen wissenschaftlichen Nachlaß anvertraute: den 28. Juni 2002, seinen 90. Geburtstag. Und es war die Udo Keller Stiftung, vertreten durch Rolf W. Thiel, die der Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftung im Geiste der Präambel der Udo Keller Stiftung die erste namhafte Summe zustiftete: „Im Akt des Spendens und Schenkens zeigt sich die Autonomie des Individuums in ihrer reinsten und schönsten Form: Die freiwillige Geste ist durch die Einsicht oder das Gefühl inspiriert, dass wir nicht nur dem Nächsten, sondern auch der menschlichen Gemeinschaft mehr schulden als das Unterlassen schädigenden Handelns.“

 

 


Errichtung der Stiftung: Datum und Unterschriften